Grüne Energie darf nichts kosten

Sönke Tunn • 17. Mai 2022

Wandel ist gut, nur kosten darf er nichts!

Schon eine ganze Weile beschäftige ich mich mit dem Thema Energiewandel und erneuerbaren Energien. Warum es aus meiner Sicht in den nächsten Jahren nicht günstiger wird und ein Umdenken erfolgen sollte, möchte ich hier in diesem Artikel etwas anschneiden.    

Gerade auch wenn es darum geht, Lösungen zu finden, die den Betrieb neuer Anlagentechnik nachhaltiger machen würden, sind Ideen zwar gut, jedoch oftmals scheitert es dann bei der Umsetzung und der Angst vor den laufenden Kosten. Verständlich, wenn man die Situation am Markt betrachtet und durch aktuelle Begebenheiten in der Welt verunsichert ist. Erst kürzlich hat die EU-Kommission Investitionen in neue Gas- und Atomkraftwerke als klimafreundlich eingestuft, was zusätzlich Wege offen hält und den Pool an Optionen nicht gerade übersichtlicher werden lässt. Klar ist, die Energieversorgung muss gewährleistet sein und klar ist auch, dass aktuell im Wandel auf rein erneuerbare Quellen nicht nur eine Option gesetzt werden darf.

Gut ist, dass mittlerweile viele meiner Anfragen mit der Suche nach alternativen Energiequellen verbunden sind. Das war schon immer so und ist nichts Neues. Es gab nur früher nicht die Fülle an Möglichkeiten, und wenn es sie gegeben hat, war die Technik teilweise noch nicht ausgereift genug. Nicht so toll ist, dass mit den Anfragen oftmals aber auch die Erwartungshaltung kommt, dass neue Wege und Alternativen nicht mehr kosten dürfen, als konventionelle Wege und da steckt das größte Hindernis für mein Empfinden. Es mag sein, dass wir noch immer in einer Leistungsgesellschaft mit dem Drang nach ständiger Optimierung leben. Alleine das Gefühl, in etwas zu investieren, was einem am Ende mehr Geld kosten wird, ist ein außerordentlich schwieriger Schritt und zu Beginn schwer vorstellbar.  Es ist wie für etwas zu spenden, was man nicht greifen kann. 

Wenn ich z. B. meine Zahlungen an CO2 Kompensationsprogramme leiste, kann ich das Ergebnis nicht greifen oder sehen. Ich habe keinen direkten Mehrwert in meiner Hand, außer ggf. eine Urkunde, auf der ich eine geschätzte Leistung oder einen Spendenbetrag sehen kann. Diese Aktion bzw. das Ergebnis lässt die Produktion von Glückshormonen in meinem Körper nicht gerade explodieren. Wenn ich jedoch das eigentliche Spendengeld nehme und in ein leckeres Essen oder ein Besuch in einer Vorstellung meiner Wahl investiere, habe ich sofort einen greifbaren Mehrwert, der mich schnell glücklich macht.

So ist es auch mit Investitionen in Anlagen, welche mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die einmaligen Investitionskosten mögen nicht zwingend höher liegen, jedoch sind die Betriebskosten aktuell noch unüberschaubar und teilweise auch mit Investitionsrisiken verbunden. Ich denke, es ist Zeit für einen Wandel und ein Umdenken. Sicherlich streben wir alle nach ständiger Steigerung der Unternehmensgewinne und das ist auch gut so. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir in den nächsten Jahren hier eine Veränderung feststellen werden.

Ich möchte dazu ein Beispiel aus dem Alltag aufgreifen. Junge Menschen ernähren sich heute vegan und verzichten auf Fleisch. Die meisten veganen Produkte am Markt sollen den Käufer*innen Fleischersatz bieten und bestehen zum Großteil aus pflanzlichen Proteinen. Die Kosten für solche Fleischersatzprodukte liegen um einiges höher als Fleischprodukte selbst. Dennoch ist die Branche am Explodieren und gerade auch junge Menschen mit weniger Geld in der Haushaltskasse zählen zu den Käufern dieser Produkte. Wenn z. B. ein Liter Kuhmilch im Schnitt € 1,00 kostet und das vegane Gegenstück der Haferdrink, € 2,20, dann ergibt sich daraus bei gleicher Leistung kein sofort ersichtlicher Mehrwert für den Käufer. Es ist der Glaube daran, etwas Gutes getan zu haben und sich dazu noch gesund zu ernähren.
Junge Menschen vor einer Zeichnung. Zukunftswünsche.

Dieser Käuferkreis wird zukünftig Häuser bauen, Einfahrten mit Pflastersteinen belegen und ggf. nicht nur ein Verhältnis zwischen Preis/Leistung sehen, sondern den Aspekt der Nachhaltigkeit ebenfalls in Betracht ziehen. Für gewisse Produkte wird dieser Käuferkreis auch mehr bezahlen, ohne dabei ein "Verlustgefühl" zu haben, auch wenn der Kauf nachhaltiger Produkte keinen sofort greifbaren Mehrwert bringen wird. Meiner Meinung nach das ein gutes Zeichen für Unternehmer, jetzt schon an diesen Käuferkreis zu denken, in die Nachhaltigkeit zu investieren und ggf. auch für die ersten Jahre steigende Energiekosten in Kauf zu nehmen. Am Ende wird es sich mit dem richtigen Marketing auszahlen.


Disclaimer: Der hier geschriebene Text ist meine persönliche Meinung aus Beobachtungen. Ich bin weder Akademiker, noch habe ich in dieser Richtung gelernt oder studiert. Ich setze mich für den Umweltschutz ein und mir liegen diese Themen am Herzen. Ich gehe gerne in den Austausch und bin ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten.   


Es grüßt Sie herzlichst! 

Sönke Tunn

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Auf diesen Platten durchlaufen die Steine die verschiedenen Produktionsschritte – von der Härtung über mögliche Waschprozesse bis hin zur Palettierung. Die Unterlagsplatte sorgt dabei für eine stabile und vor allem ebene Unterlage. Die verschiedenen Gesichter der Unterlagsplatte: Ein Überblick mit Blick auf die Nachhaltigkeit und Werkslaufzeit Im Laufe der Jahre haben sich unterschiedliche Materialien für Unterlagsplatten bewährt, jede mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, die ich Ihnen gerne aus meiner Erfahrung heraus näherbringen möchte – diesmal auch mit einem Fokus auf die ökologischen Auswirkungen und die verbleibende Nutzungsdauer Ihres Werks: Weichholzplatten: Oft die Einstiegsvariante, die durch ihren günstigen Preis lockt. Meine Erfahrung: Ich habe oft gesehen, dass Weichholz unter starker Beanspruchung und Feuchtigkeit leidet. Es nimmt Wasser leicht auf, was besonders bei gewaschenen Produkten oder in feuchten Umgebungen zu Problemen mit der Formstabilität führen kann. Ein weiterer, oft unterschätzter Punkt ist das Verhalten in der Härtekammer. Weichholz neigt dazu, Feuchtigkeit aus der Umgebung aufzunehmen, wenn es nicht ausreichend gesättigt ist. Das kann dazu führen, dass Ihre Befeuchtungsanlagen in den Härtekammern mehr Energie aufwenden müssen, um die gewünschte hohe Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Diese zusätzlichen Kosten sind oft nicht direkt greifbar, können sich aber über die Zeit summieren. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit bietet Holz jedoch Vorteile, insbesondere wenn es aus regionaler und nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Es ist ein nachwachsender Rohstoff und bindet während seines Wachstums CO2. Die Lebensdauer ist in der Regel begrenzt. Schichtholzplatten: Eine stabilere Alternative zum reinen Weichholz, da mehrere Holzschichten verleimt werden. Meine Erfahrung: Schichtholz ist robuster gegenüber mechanischen Belastungen. Trotzdem beobachte ich, dass auch hier Feuchtigkeit, die an den Kanten eindringen kann, zu Quellungen und damit zu Unebenheiten führen kann. Die Nachhaltigkeitsaspekte sind ähnlich wie bei Weichholz zu bewerten, wobei der Energieaufwand für die Verleimung berücksichtigt werden muss. Polyurethan-beschichtete Holzplatten (Weich- und Schichtholz): Durch eine Beschichtung wird versucht, die Holzplatten widerstandsfähiger zu machen. Meine Erfahrung: Die PU-Schicht bietet einen guten Schutz gegen Feuchtigkeit und Waschwasser. Die Haltbarkeit hängt aber stark davon ab, wie intakt diese Schicht bleibt. Beschädigungen können die positiven Eigenschaften schnell zunichtemachen. Aus ökologischer Sicht kommt hier der zusätzliche Materialeinsatz für die Kunststoffbeschichtung hinzu, der in der Herstellung CO2 verursacht. Vollkunststoffplatten: Für mich oft die langfristig überzeugendste Lösung, aber auch mit Blick auf die Umwelt und die Werkslaufzeit zu bewerten. Meine Erfahrung: Hochwertige Kunststoffe sind wasserabweisend und widerstehen den im Beton üblichen Chemikalien sehr gut. Ein großer Vorteil ist die Möglichkeit des Abschleifens zur Wiederherstellung der Ebenheit und zur Verlängerung der Lebensdauer. Auch in Bezug auf das Klima in Härtekammern sind sie in der Regel neutral. Beim Thema Nachhaltigkeit ist zu berücksichtigen, dass die Herstellung von Kunststoffen, auch wenn Recyclingmaterial eingesetzt wird, in der Regel CO2-Emissionen verursacht. Zudem kann das höhere Gewicht von Vollkunststoffplatten bei Transporten zu einem größeren CO2-Fußabdruck führen. Allerdings punkten sie durch ihre lange Lebensdauer und die Möglichkeit der Wiederaufbereitung oder des Recyclings am Ende ihres Lebenszyklus. Die Relation zur Werkslaufzeit: Ein wichtiger Kostenfaktor Ein Aspekt, der bei der Entscheidung für neue Unterlagsplatten oft eine entscheidende Rolle spielt, ist die verbleibende Nutzungsdauer Ihres Betonsteinwerks. Stellen Sie sich vor, Ihr Werk ist bereits 18 Jahre alt und eine größere Modernisierung steht in den nächsten Jahren möglicherweise nicht an. In einem solchen Fall sollten Sie die lange Lebensdauer von beispielsweise Vollkunststoffplatten oder hochwertig beschichteten Platten kritisch hinterfragen. Wenn die geplante Restlaufzeit Ihres Werks beispielsweise nur noch 5-7 Jahre beträgt, kann die Investition in Unterlagsplatten mit einer erwarteten Lebensdauer von 15 oder mehr Jahren wirtschaftlich weniger sinnvoll sein. Hier sollten Sie möglicherweise eher zu kostengünstigeren Optionen mit einer kürzeren, aber dennoch ausreichenden Lebensdauer greifen, die die verbleibende Betriebszeit Ihres Werks abdecken. Eine sorgfältige Abwägung zwischen der Plattenlebensdauer und der Werksperspektive ist entscheidend, um unnötige Investitionen zu vermeiden. Ein direkter Vergleich mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Werkslaufzeit:
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